22.5.06

„Spiegelkritik” – Bildblog für Arme?

Ich bin gerade auf eine Seite gestoßen, die arg an ihr erfolgreicheres Vorbild Bildblog angelehnt ist: Spiegelkritik. Zur Relevanz beider Seiten sagt Google Trends schon mal einiges aus, obwohl es zugebenermaßen ob des jungen Alters von Spiegelkritik nicht gerecht ist.
Jetzt zur Existenzbegründung beider Seiten:
Spiegelkritik:
„Wir stehen an einer ziemlich großen Kanone”, sagt Spiegel-Chefredakteur Stefan Aust über den Einfluss seines Blattes. Das gilt auch für Spiegel Online, eine der reichweitenstärksten deutschsprachigen Internetseiten. Nicht immer geht der Spiegel und sein Online-Ableger verantwortungsbewusst mit dieser Medienmacht um.
Bildblog:
Noch immer ist „Bild” in Deutschland die Tageszeitung mit der größten Auflage, sie wird von anderen Medien am häufigsten zitiert, und sie bestimmt die Gespräche vieler Menschen. Wir finden: Eine Zeitung, die eine solche Aufmerksamkeit erhält, hat eine besondere Verantwortung, insbesondere ihren Lesern gegenüber. Dieser Verantwortung kommen die „Bild”-Macher häufig nicht nach.
Ich zumindest interpretiere eine gewisse Ähnlichkeit hinein.
Bildblog ist wenigstens noch amüsant zu lesen, wie auch die anderen Artikel von Stefan Niggemeier für die FAS, und scheint auch eine gewisse, wenn auch von der Bild freilich nicht eingestandene, Korrektivmacht zu besitzen, während Spiegelkritik einfach nur ermüdend zu lesen ist und den Schreibstil mäßigbegabter Journalistikstudenten aufweist.